Erläuterungen zur Vergütungsumfrage Tanz- und Theaterschaffender 2013

Wir haben bewusst auf ein Copyrightzeichen verzichtet, weil wir uns wünschen, dass die Ergebnisse dieser Umfrage verbreitet werden. Nutzen Sie gerne unter der Angabe “Theapolis-Umfrage 2013” die Grafiken für Ihre Zwecke.

Um die Lesbarkeit zu vereinfachen wird auf die zusätzliche Formulierung der weiblichen Form verzichtet. Wir möchten deshalb darauf hinweisen, dass die ausschließliche Verwendung der männlichen Form explizit als geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

Die Berufsgruppen Artistik/Kleinkünstler, Chor-Sänger, Musicaldarsteller, Tänzer, Choreograf, Requisiteur, Bühnen- bzw. Kostümassistenz, Dramaturgieassistenz, Beleuchter, Ton- und Videotechniker, Bühnentechniker, Intendant, Intendantenassistenz, Geschäftsführer, Geschäftsführungsassistenz, Dirigent, Korrepetitor, Komponist, Musiker, Theaterkasse, Service Vorderhaus, Personal/Buchhaltung, Puppenspieler, Statisten, Ankleidedienst, Dokumentation, Sonst. Administration, Sonst. Organisation konnten auf Grund zu geringer Teilnehmer im Einzelnen nicht ausgewertet werden. Die zwei Berufsgruppen “Darsteller” und “Techniker” fassen mehrere zusammen.

Erläuterungen der Grafik “Wie viele Tanz- und Theaterschaffende würden mehr arbeiten, wenn ihre Tätigkeit besser vergütet wäre?”
Bei der Frage nach möglicher Mehrarbeit, wenn die Vergütung am Theater besser wäre, waren folgende Antworten zur Auswahl: “ja”, “nein”, “ich weiß nicht”. Nur diejenigen, die mit “ja” antworteten UND angegeben hatten, max. 30 Std./Woche am Theater zu arbeiten, wurden bei der Auswertung berücksichtigt.

Erläuterungen der Grafik “Staffelung der Vergütungsstrukturen der Theapolis Umfrage 2013 (1.900 € – 3.000 €)”
Das mediane Nettoäquivalenzeinkommen von 2008 in Deutschland entspricht 1.549 Euro im Monat (Bundeszentrale für politische Bildung 2011). Das heißt im Mittel verdient der deutsche Bundesbürger 1.549 Euro netto im Monat. Als armutsgefährdet gelten Personen mit einem Äquivalenzeinkommen von weniger als 60 % des Bundesmedian (Statistische Ämter des Bundes und der Länder 2013).

Erläuterungen der Grafiken “Vergütung nach Alter und Geschlecht” sowie “Verdienstunterschiede Männer und Frauen“
Im Rahmen dieser Umfrage werden Werte angegeben, die nicht dem sogenannten „bereinigten Gender Pay Gap“ (z. Dt. Lohnlücke zwischen Männern und Frauen) entsprechen. Diese unbereinigte Zahl beinhaltet demnach u.a. folgende Faktoren, die für die Entstehung dieser Lücke verantwortlich sind: Frauen verdienen weniger, weil sie weniger häufig Führungspositionen innehaben oder beispielsweise ihre Erwerbsarbeit familienbedingt häufiger und länger unterbrechen. Wer Interesse an der Debatte hat findet unter www.equalpayday.de weitere Informationen.

Erläuterungen der Grafik “Wie zufrieden sind die … mit ihrer derzeitigen Vergütung?”
Bei der Frage nach der Zufriedenheit der Befragten mit ihrer derzeitigen Vergütung war eine sechsstufige Skala zur Auswahl gegeben: “sehr zufrieden”, “zufrieden”, “eher zufrieden”, “eher unzufrieden”, “unzufrieden” und “sehr unzufrieden”. Bei der Auswertung haben wir uns davon leiten lassen, dass nur die beiden Antwortkategorien “sehr zufrieden” und “zufrieden” als tatsächlich positive Antwort bewertet werden können. Darum zählen in dieser Befragung alle anderen Antworten zu unzufriedenen Tanz- und Theaterschaffenden.
Ausschließlich mit ihrer Vergütung unzufriedene Befragte konnten Angaben zu ihrer gewünschten Vergütung machen. Daher ergeben sich für die Auswertungen keine Angaben zu den Wünschen von bereits zufriedenen Tanz- und Theaterschaffenden.

Erläuterungen der Grafiken “Beruflicher Status Tanz- und Theaterschaffender” sowie “In welcher Beschäftigungsform arbeiten …?”
Bei der Frage nach dem beruflichen Status waren folgende Antworten zur Auswahl: “angestellt (befristet)”, “angestellt (unbefristet)”, “selbstständig/freiberuflich” und “arbeitslos/arbeitssuchend”. Mehrfachangaben waren möglich. Daraus hat sich für die Auswertung eine fünfte Kategorie bilden lassen: “sowohl als auch”. Diese Kategorie umfasst Tanz- und Theaterschaffende, die sowohl angestellt (befristet oder unbefristet) als auch selbstständig bzw. freiberuflich tätig sind.

Erläuterungen der Grafiken Verdienstunterschiede männlicher und weiblicher Regieassistenten, Schauspieler, Darsteller, Regisseure, Theaterpädagogen, Dramaturgen und Maskenbildner
Ein direkter Vergleich der Einkommensdaten dieser Befragung mit den Daten der Künstlersozialkasse (KSK) ist nur eingeschränkt aussagekräftig. Die KSK veröffentlicht die im Voraus von den Versicherten selbst geschätzten Gewinne als Durchschnittswerte. Die hier angegebenen Werte beziehen sich jedoch auch auf Selbstständige/Freiberufler, die nicht durch die KSK versichert sind. Außerdem werden in den Ergebnissen dieser Umfrage die Mittelwerte (Mediane) sowie Viertel (Quartile) an Stelle eines Durchschnitts dargestellt.
Ein direkter Vergleich der Verdienstunterschiede von Schauspielern und Schauspielerinnen dieser Befragung mit den Daten der Künstlersozialkasse ist nur eingeschränkt aussagekräftig, da die KSK in dieser Gruppe der Versicherten auch Film- und Fernsehschauspieler zusammenfasst.